Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr

Aufklärung betrifft uns alle

Ein gemeinsam organisierter Workshop der Teilhabeberatung (EUTB) und der Aidshilfe Hamm e.V. bietet ein sexualpädagogisches Angebot für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Die Aidshilfe Hamm e.V. bietet seit über 30 Jahren sexualpädagogische HIV/Aids-Prävention im Sinne einer lebensnahen, ganzheitlichen Gesundheitsförderung an. Mit ihrem fachlichen Rat unterstützen die Mitarbeitenden Schulen, Vereine, Einrichtungen der Jugendhilfe und viele weitere Initiativen. Die Teilhabeberatung wiederum fungiert als eine Art Lotsin im Gesundheitssystem. Zu den Aufgaben der EUTB gehört die niederschwellige Beratung von Menschen mit Behinderungen sowie deren Angehöriger, um diesen den Zugang zu verschiedensten Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

Die Teilnehmer:innen des gemeinsamen Workshops. - Foto: EUTB

Im Zuge der Kooperation beider Beratungsstellen entstand die Idee, ein sexualpädagogisches Angebot für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung zu entwickeln. Eine erste, vierteilige Workshopreihe startete Ende Oktober. Acht junge Erwachsene der Jugendgruppe des vkm Hamm e.V. fanden sich an vier Abenden in den Räumlichkeiten der EUTB an der Bahnhofstr. 4 ein, um als erste Gruppe an den jeweils einstündigen Einheiten teilzunehmen. Inhaltlich drehten sich diese Workshops um die Themengebiete sexuelle Orientierung, Schwangerschaft und Verhütung, erste Liebe &erste Beziehung, sowie Grenzen setzen und erkennen.

Von Anfang an waren die jungen Erwachsenen mit großer Begeisterung dabei, näherten sich dem Thema gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Aidshilfe auf spielerische Art und Weise an und konnten eigene Fragen und Themen einbringen.

Silke Richwien von der EUTB: „Das Thema Sexualität ist für Menschen mit geistiger Behinderung ebenso wichtig wie für alle anderen Menschen auch, wird jedoch leider oftmals tabuisiert. Mit diesem Workshop wollten wir den Zugang zum Angebot der Aidshilfe ermöglichen und wir hoffen, dass noch viele weitere Workshops folgen.“

Für die Mitarbeitenden der Aidshilfe stellte das Projekt ein ganz neues Arbeitsfeld dar. In der Arbeit mit den jungen Erwachsenen zeigte sich jedoch schnell, dass das Angebot den Nerv der Zielgruppe traf.

Claus-Martin Naechster von der Aidshilfe resümiert: „Das Projekt hat unsere Arbeit sehr bereichert“ und auch die Teilnehmenden waren sich einig: „Das hat viel Spaß gemacht.“

Für Anfang des Jahres ist bereits ein Elternabend als Ergänzung zur Arbeit mit den jungen Erwachsenen geplant. Anfragen für weitere Workshops nimmt die Aidshilfe unter Telefon 023815575 gerne entgegen.